Patienten & Therapeuten erzählen

Wissenswertes für Angehörige und Betroffene

Informationen zum Schlaganfall

Was ist ein Schlaganfall/Gehirnschlag?
Bei einem Schlaganfall stirbt im Gehirn ein Teilgebiet Hirngewebe und Nervenzellen ab.

Ein erhöhter Blutdruck führt zu einer Blutung im Gehirn. Ein Blutgerinnsel löst sich von einem geschädigten Gefäß und gelangt bis zum Gehirn. Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes und Alterserkrankungen lösen einen Schlaganfall aus. Ein Schlaganfall kann in jedem Alter passieren. Die Ursache kann ungeklärt bleiben.

Welche Symptome können auftreten:

  • Sprachstörungen
  • Sehstörungen
  • Gefühllosigkeit im Gesicht und am Körper
  • Lähmungserscheinungen in Armen und Beinen
  • Aufmerksamkeits-, Gedächtnis-, Stimmungsschwankungen

Das Gehirn ist der Koordinationsknotenpunkt für Informationen. Ein Schaden in einer bestimmten Region des Gehirns bewirkt immer einen Ausfall. Diese Ausfälle sind nicht auf einen einzelnen Muskel oder eine bestimmte Körperregion bezogen, sondern betreffen die gesamte Körperhälfte und zusätzlich die Sprache, das Schlucken, das Sehen und das Denken.

Gruppentherapie als wichtige Ergänzung in der Rehabilitation

In der Neurorehabilitation wird Gruppentherapie als wichtige Ergänzung im Rehabilitationsprozess gesehen. Auch die SMO hat dies in ihr Behandlungskonzept aufgenommen und bietet den Betroffenen neben den einzeltherapeutischen Maßnahmen ein Rehaprogramm, welches durch verschiedene Gruppentherapien ergänzt wird.

Die Gruppen werden jeweils von Therapeuten der unterschiedlichen Fachbereiche geführt, die Übungsbereiche sind ergotherapeutisch, physiotherapeutisch und logopädisch ausgerichtet. Neben dem Üben steht jedoch der Kontakt zu anderen Betroffenen, das Wahrnehmen und Lernen durch und mit anderen im Mittelpunkt der Arbeit.

Der Austausch mit anderen Betroffenen über die neue Lebenssituation und den veränderten Alltag findet in speziellen Gesprächsgruppen statt. Die meisten Betroffenen haben im Verlauf das Bedürfnis sich auszutauschen und empfinden die Gruppenteilnahme als unterstützend. In der Fachsprache nennen sich diese Formen der Therapie teilhabeorientierte Gruppentherapien und werden für jeden Rehabilitationsprozess empfohlen.

Ein wichtiges Anliegen bei allen Gruppenaktivitäten ist uns in unserer Arbeit, dass der Kontakt zu anderen Betroffenen und die Freude am gemeinsamen Tun entsteht und gewährleistet ist. 

Wenn die Sprache betroffen ist

Respekt
Menschen mit Aphasie oder anderen Sprachproblemen haben eine Sprachbeeinträchtigung. Ihre Lebenserfahrung und ihr Wissen sind nicht beeinträchtigt. Sie möchten Wünsche und Bedürfnisse mitteilen. Mit Worten ist es schwerer möglich.

Zeit
Für ein Gespräch ist Zeit zum Zuhören und Geduld für alle Gesprächsteilnehmer wichtig.

Beachten Sie die Körpersprache
Benutzen Sie im Gespräch ganz bewusst Gestik und setzen Sie andere Mittel wie Zeigen von Fotos oder Bildern ein.

Zusammenfassen
Fassen Sie zusammen, was sie Verstanden haben. Fragen Sie nach, wenn etwas unklar ist. JA/NEIN Fragen Richtig: Möchtest du heute ins Cafehaus? Richtig: Möchtest du heute einen Spaziergang machen? Falsch: Möchtest du heute ins Cafehaus oder lieber einen Spaziergang machen?

Verbessern Sie nicht
Der Inhalt ist wichtig nicht die Form. Das Wichtigste ist, einander Inhalte mitzuteilen und einander zu verstehen.

Vermeiden Sie Hintergrundgeräusche
wie Fernseher oder Radio.
 

 

 

Links

Net lugg lo!
Aphasie Suisse
Aphasiker in Österreich
Bundesverband Aphasie
Deutsche Schlaganfallhilfe
Betreuungs- und Pflegenetz Vorarlberg